Gleichstellungspolitik & gesellschaftliche Vielfalt

Liebe Treptow-Köpenicker*innen,

die Lebensqualität ist in unserem Bezirk so hoch wie sonst nirgendwo in Berlin. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und tragen dazu bei, dass das Zusammenleben reibungslos abläuft. Zivilgesellschaftliches Engagement, ob im Sportverein, in der Elternvertretung oder der Bürgerinitiative gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zeichnet unseren Bezirk aus. Das ist gut und muss so bleiben. Wir als SPD-Fraktion unterstützen diese Bereitschaft sich für das Gemeinwesen einzubringen.

Am gesellschaftlichen Zusammenhalt arbeiten wir als SPD-Fraktion mit voller Überzeugung. Für uns ist es wichtig, dass jeder Mensch in Treptow-Köpenick ein gutes und selbstbestimmtes Leben führen kann. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, jeder Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z.B. Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Homophobie) entschieden entgegenzutreten. Grund genug, das Ehrenamt zu unterstützen, die Integrationsarbeit zu fördern und Investitionen in die bezirkliche Infrastruktur bereitzustellen.

Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Treptow-Köpenick weiterhin lebenswert, weltoffen und lebendig ist.

Frau und Mann und Mann und Frau

Wir setzen uns dafür ein, dass die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen endlich beendet wird. Wir sagen “Nein“ sowohl zu Gewalt gegen Frauen als auch gegen Männer. Ferner fordern wir den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit, die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und sozialem Engagement sowie mehr Frauen in Führungspositionen. Wir unterstützen Maßnahmen zur Gleichstellung in der Bezirksverwaltung. Wir fördern weiterhin Frauenselbsthilfeprojekte und halten für Krisensituationen das Angebot der Frauenzufluchtswohnungen bereit. Wir fördern die Teilnahme möglichst vieler Mädchen am Mädchenzukunftstag, dem Girl’s Day, vergeben den Mädchenpreis und prämieren den familienfreundlichsten Betrieb. Ferner setzen wir uns für die personelle Stärkung der Frauenprojekte im Bezirk sowie für ein vielfältiges Angebot, das den Bedürfnissen der Frauen altersspezifisch gerecht wird, ein. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts organisierten wir eine gleichstellungspolitische Dampferfahrt mit knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nahmen dies als Gelegenheit zum Austausch über bisherigen Errungenschaften aber auch Herausforderungen in der Frauenpolitik vor Ort. Ebenso brachten wir eine Initiative zur Recherche über Frauenrechtlerinnen aus Treptow-Köpenick auf den Weg. Wir sind der Meinung, dass der Bezirk die Geschichte solcher Vorkämpferinnen nacharbeiten und angemessen würdigen muss. In der Jugendhilfe setzen wir uns für einen Jugendarbeitskreis ein, der sich damit beschäftigen soll, wie Probleme von Jungen und jungen Männern gelöst werden können. Denn Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit sind überaus wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

HeteroLesBiSchwulTransInterQueer

Wir setzen uns dafür ein, dass queere Personen sich in Treptow-Köpenick wohlfühlen. Homophobe Gewalt und Benachteiligung treten wir entschieden entgegen. Dank der bezirklichen AGqueer, die sich für die Belangen von LGBTI-Menschen einsetzt, haben wir auf diesem Feld bereits viel erreicht. Wir sind der einzige Bezirk, der auf dem Christopher-Street-Day vertreten ist. Das vielfältige Treptow-Köpenick unterstützen wir durch Fortbildungen und Veranstaltungen, die sich dem Thema LGBTI widmen. So brachten wir beispielsweise zahlreiche Initiativen zur angemessennen Würdigung der sexuellen Emanzipation, Schulung zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt in der frühkindlichen Inklusionspädagogik und Jugendarbeit und weiteres.
Integration

Wir arbeiten weiterhin mit Tatkraft daran, dass geflüchtete Menschen nicht nur angemessen und menschlich untergebracht werden, sondern schnell in unserem Bezirk Fuß fassen können. Niemand flüchtet ohne Grund. Um so wichtiger ist es, dass die Integrationsarbeit reibungslos abläuft. Eine Voraussetzung für die Schaffung von Toleranz ist die transparente Kommunikation und den engen Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, sofern neue Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Hierfür haben wir gemeinsam mit dem Bezirksamt Anwohnerinformationen und -veranstaltungen organisiert und den Runden Tisch jeder Unterkunft begleitet, um jederzeit Probleme anzugehen und sie gemeinsam zu lösen. Diesen Weg werden wir weitergehen. Darüber hinaus haben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in vielerlei Hinsichten dafür gesorgt, dass eine lokale Integrationskultur in der Nachbarschaft möglich ist. Das ist für uns gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt. Hierfür gilt es nach wie vor Dank zu sagen und Ehrenamtsstrukturen zu stärken. Unser Ziel ist es, dass die zugezogenen Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt ihren Alltag bestreiten können. Deshalb haben wir als Fraktion die notwenigen Weichen gestellt: Sprachkurse, Willkommensklassen sowie Weiterbildungskurse ermöglicht. Viele Schulen setzen sich im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für ein tolerantes Miteinander ein. Ebenso arbeiteten wir maßgeblich zusammen mit Verwaltung und anderen Fraktionen an einem bezirklichen Integrationskonzept von geflüchteten Menschen mit. Unsere Jugendfreizeiteinrichtungen fördern internationale Jugendbegegnungen. Zukünftig wollen wir weiterhin Schulen, Jugendfreizeit-, Senioren- und Kultureinrichtungen dabei unterstützen, Angebote zu schaffen, die Begegnung ermöglichen. Geflüchtete Jugendliche sollen nach der Schule mit Praktika den Einstieg in das Berufsleben schaffen. Neben dem Respekt vor gesellschaftlicher Vielfalt, ist es uns ein Anliegen immer wieder die Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen in Treptow-Köpenick zu betonen. Denn Zusammenhalt zeichnet unseren Bezirk aus.

Einheit in Vielfalt – Europäisch leben in Treptow-Köpenick

Gerade in Zeiten des Zweifels an dem Modell der Europäischen Union ist es wichtig, dass wir die Menschen bei der europäischen Berliner Agenda mitnehmen. Europa muss in dem Alltag der Menschen sichtbarer gemacht werden. Denn es ist der internationalen Zusammenarbeit zu verdanken, dass wir als Bezirk direkt profitieren, beispielsweise an den Standorten der WISTA in Adlershof, der HTW in Schöneweide oder dem FEZ Berlin. Europa soll ganz praktisch vor Ort erlebt werden können und nicht nur ein theoretisches unverständliches Konstrukt sein. Deswegen betrachten wir uns als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des europäischen Leitgedankens, nämlich dass wir alle in einer Gemeinschaft leben können, in der wir die unterschiedliche Herkunft akzeptieren, andere Lebensweisen nicht nur tolerieren, sondern als Bereicherung wahrnehmen und Vielfalt zu schätzen lernen. Trotz all der Kritik, trotz aller Problemen, können wir auf den bisher gegangenen europäischen Weg stolz sein. In diesem Sinne lassen Sie uns Europas Zukunft hier im Bezirk gemeinsam voranbringen.

 

Demokratie stärken – klare Haltung gegen militante Fremdenfeindlichkeit!

Fremdenfeindliches und rechtspopulistisches Gedankengut will den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zersetzen. Das lassen wir nicht zu. Wir stehen ein für eine freie, vielfältige Demokratie, die jedem Menschen ein selbstbestimmtes Leben und ein solidarisches Miteinander ermöglicht. Darum ist es für uns selbstverständlich, dass wir das jährliche Fest für Demokratie unterstützen, uns persönlich bei Runden Tischen und aktiv im Bündnis für Demokratie und Toleranz engagieren. Wir treten menschenverachtenden Reden und intolerantem Gedankengut entschieden entgegen. Wir überlassen diesem nicht den öffentlichen Straßenraum, darum beteiligen wir uns aktiv bei Demonstrationen gegen Rechts. Wir scheuen keine Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Ausstellung zur „Köpenicker Blutwoche“ neu konzipiert wird, um mehr Besucherinnen und Besucher zu erreichen. Bei der Köpenicker Blutwoche wurden im Jahr 1933 mehr als 500 Menschen von der SA gefangen genommen, gefoltert und viele der Gefangenen ermordet. Wir stehen ganz klar zum Zentrum für Demokratie. Wir sehen es weiterhin als Mittelpunkt der bezirklichen Aktivitäten für eine aktive Zivilgesellschaft in der lebendigen Demokratie und als wichtigen Ansprechpartner in der politischen Bildungsarbeit vor Ort. Unser wichtigstes Ziel ist es, alle Menschen aus der Zivilgesellschaft für Engagement zu gewinnen, um die Demokratie zu gestalten. Denn wir wissen: Demokratie braucht Demokratinnen und Demokraten. Die Demokratie lebt nur, wenn Demokratinnen und Demokraten sie aktiv leben!