Müll ist mehr als ein Ordnungsproblem – Runder Tisch im Bezirk

Das Bezirksamt wird ersucht, einen Runden Tisch einzuberufen, um gemeinsam mit den wichtigsten Interessengruppen bezirksspezifische Problemlagen im Bereich der Vermüllung, der illegalen Sperrmüllentsorgung sowie der Mülltrennung und -entsorgung im privaten Umfeld zu identifizieren und geeignete Lösungsmaßnahmen zu erarbeiten.

Der Runde Tisch soll insbesondere folgende Akteure einbeziehen:

die Berliner Stadtreinigung (BSR)

Vertreter:innen privater Entsorgungsunternehmen wie ALBA, Veolia bzw. Berlin Recycling (Papier, Glas, Gewerbeabfälle),

lokale Clean-up- und Nachbarschaftsinitiativen im Bezirk,

das Ordnungsamt Treptow-Köpenick,

die Berliner Forsten

weitere relevante Interessengruppen nach Einschätzung des Bezirksamtes.

Begründung:

Müll ist nicht nur ein Ordnungsthema. Es ist auch ein soziales Thema, was z.B. Familien trifft, die auf saubere und sichere öffentliche Räume für Kinder angewiesen sind. 

Es ist ein Umweltthema, weil z.B. Plastik & Mikroplastik in Böden und Gewässern landen oder Zigarettenstummel (!) hochtoxisch sind. 

Es ist auch ein Tierschutz Thema, weil sich z.B. Wildtiere, Ratten und Tauben an Abfälle gewöhnen, was zu einer ungesunden Tierpopulationen und auch zu Konflikten mit Menschen führt. 

Die häufigsten Herausforderungen lassen sich dabei drei Themenfeldern zuordnen:

Vermüllung

illegale Sperrmüllentsorgung,

sowie Mülltrennung und -entsorgung im privaten Umfeld.

Gleichzeitig unterscheiden sich Problemlagen und Ursachen von Vermüllung deutlich zwischen den Berliner Bezirken und sogar innerhalb einzelner Ortsteile.

Im Zwischenbericht zum Beschluss Nr. 0541/32/25 (Drs.-Nr. IX/0918) stellt das Bezirksamt selbst fest, dass es auch in Treptow-Köpenick bestehende Müll-Hotspots gibt. Als ein spezifisches Problem wird unter anderem die illegale Entsorgung auf Waldflächen benannt. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass es kaum Feststellungen „auf frischer Tat“ gibt.

Um diese und weitere bezirksspezifische Problemlagen systematisch zu erfassen und vor allem wirksame, realistisch umsetzbare Gegenmaßnahmen zu entwickeln, ist es sinnvoll und notwendig, alle relevanten Interessengruppen auf bezirklicher Ebene in einen gemeinsamen Austausch einzubeziehen.