Das Bezirksamt wird ersucht, im Jahr 2026 einen KI-Hackathon für Auszubildende und dual Studierende des Bezirksamts Treptow-Köpenick zu konzipieren und durchzuführen.
Ziel der Maßnahme ist die niedrigschwellige Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz, insbesondere zu KI-Sicherheit (AI Safety), verantwortungsvoller Anwendung sowie grundlegenden Fragen der Governance im Verwaltungskontext. Dabei soll die Übertragbarkeit der im Rahmen des Hackathons erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse im Verwaltungsalltag von Beginn an mitgedacht werden.
Bei der Konzeption und Durchführung sollen geeignete externe sowie lokale Akteure einbezogen werden, z.B. der AI Hub Berlin sowie weitere relevante Partner, etwa in beratender Funktion, als Mentor:innen oder Mitglieder der Jury sowie ggf. zur inhaltlichen und organisatorischen Unterstützung.
Die Teilnehmenden sollen gezielt als Multiplikator:innen innerhalb der Verwaltung befähigt werden, um Ergebnisse, Perspektiven und Erkenntnisse in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche zurückzutragen.
Begründung:
Die öffentliche Verwaltung steht vor der Herausforderung, Künstliche Intelligenz zunehmend in Verwaltungsprozesse zu integrieren und verantwortungsvoll zu nutzen. Im Bezirksamt Treptow-Köpenick bestehen bereits Schulungs- und Informationsangebote zu rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen von KI.
Gleichzeitig zeigt sich, dass klassische Fortbildungsformate im Arbeitsalltag häufig nur begrenzt wirken, insbesondere bei stark ausgelasteten Beschäftigten und unterschiedlichem Interesse am Thema.
Ein speziell auf Nachwuchskräfte ausgerichteter KI-Hackathon bietet hier einen ergänzenden und innovativen Ansatz: Er ermöglicht einen niedrigschwelligen und praxisnahen Zugang zu KI-Themen, fördert interdisziplinäres Arbeiten und kreatives Problemlösen, stärkt gezielt die Rolle von Auszubildenden und dual Studierenden als Multiplikator:innen und unterstützt damit die langfristige Verankerung von KI-Kompetenz in der Verwaltung.
Den unterschiedlichen Kenntnisständen und Interessen der Teilnehmenden kann durch die Einrichtung verschiedener thematischer Tracks Rechnung getragen werden, beispielsweise:
- Governance-Track: Entwicklung und Präsentation von Ansätzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Verwaltung (z. B. durch politische oder organisatorische Vorschläge zur Verbesserung der KI-Sicherheit)
- Kommunikations-Track: Verständliche Aufbereitung von KI-Risiken und -Chancen sowie relevanter Forschung für die Verwaltungspraxis (z. B. durch Aufbereitung komplexer Inhalte für Verwaltungsmitarbeitende)
- Optionaler technischer bzw. anwendungsbezogener Track: Erprobung und Bewertung von KI-Systemen anhand einfacher, strukturierter Tests (z. B. zur Einschätzung von Zuverlässigkeit, Sicherheit und Regelkonformität)
Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern eine aktive Auseinandersetzung mit verantwortungsvoller KI-Nutzung anzustoßen und diese nachhaltig in die Verwaltungskultur hineinzutragen.
