Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick unterstützt die Bemühungen des Bezirksamtes zur Sicherung der Flächen der ehemaligen Görlitzer Bahnbrücken. Das Gebiet ist für viele Anwohner*innen und Spaziergänger*innen eine viel genutzte Erholungsfläche, deren Zugang zu erhalten ist.
Die Bezirksverordnetenversammlung fordert daher die Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie den Senator für Finanzen auf, vor Ende des Mietvertrages, zu gewährleisten, dass eine sichere Wegeverbindung zwischen Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg dauerhaft erhalten wird.
Begründung:
Die ehemaligen Görlitzer Bahnbrücken in Alt-Treptow zwischen Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg sind seit Jahren stillgelegt, werden jedoch intensiv als Fuß- und Radwege sowie zur wohnortnahen Erholung genutzt. Die Grundlage hierfür – ein Mietvertrag mit der Deutschen Bahn – wurde zum 30.06.2026 gekündigt. Die Schließung der Flächen steht damit unmittelbar bevor.
Trotz der absehbaren Dringlichkeit ist die notwendige politische Klärung auf höchster Ebene bislang ausgeblieben. Das bereits im Dezember 2025 angekündigte Spitzengespräch zwischen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und der Deutschen Bahn hat bis heute weder stattgefunden noch wurde es terminiert. Dieses Zögern gefährdet konkret den Fortbestand der Flächen als öffentlich zugängliche Räume.
Ein Wegfall der Nutzung würde die ohnehin angespannte Versorgung mit wohnortnahen Erholungsflächen massiv verschärfen und zugleich den Nutzungsdruck auf den benachbarten Görlitzer Park sowie den Treptower Park weiter erhöhen.
