Der Katastrophenschutz in Treptow-Köpenick hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Aus Sicht der SPD-Fraktion Treptow-Köpenick war insbesondere der Stromausfall in Köpenick im Februar 2019 ein Wendepunkt. Damals wurde deutlich, wie verletzlich moderne Infrastruktur ist und wie wichtig funktionierende Krisenstrukturen, verlässliche Kommunikation und eine gut vorbereitete Bevölkerung sind. Seitdem haben Bezirksbürgermeister Oliver Igel und die SPD-Fraktion zahlreiche Maßnahmen angestoßen, um den Bevölkerungsschutz im größten Berliner Bezirk zu stärken.
Der Stromausfall 2019 als Weckruf
Als im Februar 2019 große Teile Köpenicks tagelang ohne Strom waren, standen Verwaltung, Einsatzkräfte und viele Bürgerinnen und Bürger vor enormen Herausforderungen. Pflegeeinrichtungen mussten versorgt, Kommunikationswege aufrechterhalten und Hilfsangebote organisiert werden. Die Ereignisse machten deutlich, dass Katastrophenschutz nicht erst im Ernstfall beginnen darf. Aus Sicht der SPD-Fraktion war deshalb klar: Treptow-Köpenick braucht dauerhaft stärkere Strukturen für Krisenlagen.
Katastrophenschutz-Leuchttürme als zentrale Anlaufstellen
Eine der wichtigsten Konsequenzen war der Aufbau von Katastrophenschutz-Leuchttürmen. Bereits 2020 nahm der erste Kat-Leuchtturm in Adlershof seinen Betrieb auf. Dort stehen Notstromversorgung, Funktechnik und Anlaufmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Investition von rund 550.000 Euro wurde aus Bezirksmitteln finanziert. Bezirksbürgermeister Oliver Igel bezeichnete die Einrichtung damals als wichtige Lehre aus dem Stromausfall.
Mittlerweile verfügt Treptow-Köpenick über mehrere Katastrophenschutz-Leuchttürme in verschiedenen Ortsteilen. Sie dienen bei Stromausfällen, Extremwetterlagen oder anderen Großschadensereignissen als Informations- und Notfallpunkte für die Bevölkerung.
Der Stromausfall 2025 bestätigte den Kurs
Der großflächige Stromausfall im September 2025, ausgelöst durch einen Brandanschlag auf die Stromversorgung in Johannisthal, traf rund 50.000 Haushalte. Viele Menschen waren mehr als 60 Stunden ohne Strom. Die Krise zeigte erneut, wie wichtig die seit 2019 aufgebauten Strukturen sind. Einsatzstäbe arbeiteten bezirksübergreifend, Hilfsorganisationen richteten Betreuungspunkte ein und das Bezirksamt organisierte Bürgertelefone sowie mobile Informationsangebote. Bezirksbürgermeister Oliver Igel würdigte ausdrücklich die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei, THW, Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen.
WhatsApp-Kanal für den Bevölkerungsschutz
Eine weitere Konsequenz aus den Erfahrungen vergangener Krisen ist die Verbesserung der Krisenkommunikation. Deshalb startete das Bezirksamt 2025 einen eigenen WhatsApp-Kanal für Bevölkerungsschutz und aktuelle Informationen. Über diesen Kanal können Bürgerinnen und Bürger schnell über Stromausfälle, Unwetterlagen oder andere Gefahren informiert werden. Gerade während des Stromausfalls 2025 zeigte sich laut Bezirksbürgermeister Oliver Igel, wie wichtig niedrigschwellige digitale Informationswege sind.
Bürgerschaftliches Engagement als Teil des Katastrophenschutzes
Für die SPD-Fraktion endet Katastrophenschutz nicht bei Behörden und Einsatzkräften. Deshalb wurden Anträge eingebracht, um lokale Initiativen, Nachbarschaftsvereine und Kieznetzwerke stärker einzubinden. Ziel ist eine Bestandsaufnahme vorhandener Strukturen sowie deren Nutzung als Multiplikatoren für Information, Selbsthilfe und Krisenvorsorge.
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass funktionierende Nachbarschaften im Ernstfall oft schneller helfen können als zentrale Strukturen. Deshalb setzt die SPD-Fraktion auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Handbuch für Krisenvorsorge und Selbstschutz
Ein weiterer Schwerpunkt ist die bessere Information der Bevölkerung. Deshalb unterstützt die SPD-Fraktion die Erstellung eines bezirklichen Handbuchs für Katastrophenschutz und Selbstschutzmaßnahmen. Dieses soll Informationen zu Katastrophenschutz-Leuchttürmen, Notfallkontakten, Warnsystemen und Vorsorgemaßnahmen bündeln.
Gerade nach den Stromausfällen wurde deutlich, dass viele Menschen nicht ausreichend auf längere Krisenlagen vorbereitet sind. Das geplante Handbuch soll deshalb praktische Hilfestellungen für den Alltag geben und die Resilienz des Bezirks stärken.
Unternehmen auf Krisen vorbereiten
Auch die Wirtschaft soll stärker eingebunden werden. Nach den Stromausfällen 2025 und 2026 setzte sich die SPD-Fraktion gemeinsam mit anderen demokratischen Fraktionen dafür ein, eine praxisnahe Checkliste für Unternehmen zu entwickeln. Sie soll Betrieben helfen, sich auf Stromausfälle und andere Krisensituationen vorzubereiten. Ziel ist es, wirtschaftliche Schäden zu minimieren und die Handlungsfähigkeit lokaler Unternehmen zu verbessern.
Runder Tisch „Blaulicht“
Ein weiterer Baustein ist der von der SPD-Fraktion unterstützte Runde Tisch „Blaulicht“. Hier sollen Feuerwehr, THW, DLRG, DRK, Johanniter, Malteser, ASB und weitere Organisationen regelmäßig zusammenkommen. Ziel ist eine bessere Vernetzung, stärkere Jugendarbeit und eine engere Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen im Bezirk.
Bevölkerungsschutz als Daueraufgabe
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Katastrophenschutz kein Randthema mehr ist. Stromausfälle, Extremwetter, Cyberangriffe und andere Krisenlagen stellen Städte und Bezirke vor neue Herausforderungen. Aus Sicht der SPD-Fraktion Treptow-Köpenick hat Bezirksbürgermeister Oliver Igel frühzeitig erkannt, dass Vorsorge, Kommunikation und Zusammenarbeit entscheidend sind.
Mit Katastrophenschutz-Leuchttürmen, verbesserten Informationswegen, der Einbindung von Ehrenamtlichen und neuen Initiativen zur Selbsthilfe wurde Treptow-Köpenick in den vergangenen Jahren widerstandsfähiger gemacht. Die SPD-Fraktion wird diesen Weg weiter unterstützen, damit der Bezirk auch zukünftige Krisenlagen möglichst gut bewältigen kann.
