Gemeinsamer Antrag der SPD, Die Linke und Bündnis90/ Die Grünen
Das Bezirksamt wird ersucht, sich jährlich an der Aktion „Mähfreier Mai“ zu beteiligen und diese aktiv im Bezirk zu bewerben. Dabei soll insbesondere die Zielgruppe der Kleingartenvereine sowie weiterer Flächennutzer*innen angesprochen werden.
Das Bezirksamt wird weiterhin ersucht, auf bezirklichen Grünflächen im Monat Mai, sofern nicht aus Gründen der Verkehrssicherheit, der Verkehrssicherungspflicht oder aus anderen zwingenden Gründen erforderlich, auf das Mähen zu verzichten und den „Mähfreien Mai“ damit auch im eigenen Verwaltungshandeln sichtbar vorzuleben.
Begründung:
Der starke Rückgang der Artenvielfalt, insbesondere bei Insekten, stellt eine der größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit dar. Insekten sind unverzichtbar für funktionierende Ökosysteme, unter anderem als Bestäuber für Nutz- und Wildpflanzen sowie als Nahrungsgrundlage für viele Vogel- und Kleintierarten. Auch in urbanen Räumen und Kleingartenanlagen können wertvolle Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere geschaffen werden. Die Aktion „Mähfreier Mai“ hat zum Ziel, durch den zeitweisen Verzicht auf das Mähen von Rasen- und Grünflächen verschiedensten Pflanzen die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln. Dadurch entsteht bereits mit geringem Aufwand ein deutlich verbessertes Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und weitere Bestäuber. Gerade in den zahlreichen Kleingartenanlagen Treptow-Köpenicks besteht ein großes Potenzial für naturnahe Pflege. Wenn das Bezirksamt den „Mähfreien Mai“ auf eigenen Flächen, soweit es die Verkehrssicherungspflichten zulassen, selbst praktiziert, hat dies eine wichtige Vorbildfunktion.
