Die SPD-Fraktion bringt gemeinsam mit der Fraktion der Grünen sowie der Einzelverordneten Pia Voltz (Volt) zur heutigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung einen Antrag zur Steigerung der Krisenresilienz von Unternehmen im Bezirk ein. Konkret soll das Bezirksamt gemeinsam mit Betrieben, die vom großflächigen Stromausfall im September 2025 betroffen waren, eine praxisnahe Checkliste zur Krisenvorsorge entwickeln.
„Katastrophenschutz ist kein Zufall, sondern Vorbereitung“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manuel Tyx. „Die Stromausfälle 2025 und Anfang 2026 haben gezeigt, wie verletzlich unsere lokale Wirtschaft bei unerwarteten Krisen ist. Genau hier setzen wir an.“
Ziel der Initiative ist es, Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben, um bei länger andauernden Stromausfällen oder vergleichbaren Notlagen handlungsfähig zu bleiben. Eine gemeinsam erarbeitete Checkliste soll helfen, Informationswege zu klären, Notfallpläne zu verbessern und wirtschaftliche Schäden zu minimieren.
„Solch eine praxisnahe Checkliste hilft nicht nur den Unternehmen, sondern auch dem Bezirk insgesamt. Sie stärkt die Resilienz unserer Wirtschaft und schützt damit Arbeitsplätze sowie die Versorgungssicherheit vor Ort“, so Tyx weiter. Die SPD-Fraktion versteht den Antrag als aktiven Beitrag zu einem modernen und vorausschauenden Katastrophenschutz in Treptow-Köpenick.
Hintergrund
Der großflächige Stromausfall im September 2025 in Treptow-Köpenick sowie ein weiterer Ausfall im Südwesten Berlins Anfang 2026 führten zu erheblichen Einschränkungen für viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Viele Unternehmen waren unzureichend vorbereitet, Informationsflüsse funktionierten nicht reibungslos und es fehlten abgestimmte Notfallmaßnahmen.
Die antragstellenden Fraktionen wollen die Erfahrungen aus diesen Ereignissen systematisch auswerten und gemeinsam mit den betroffenen Betrieben konkrete Lehren ziehen. Durch die Entwicklung einer Checkliste sollen Vorsorgemaßnahmen standardisiert, Handlungssicherheit erhöht und der Bezirk langfristig widerstandsfähiger gegenüber Krisenlagen gemacht werden.
Seit des Stromausfalls im September 2025 haben die Fraktionen der SPD, die Linke und Bündnis90 / Die Grünen mehrere Anträge in die BVV eingebracht, welche darauf abzielen Lehren aus der Krise zu ziehen und die bezirklichen Notfallmaßnahmen zu verbessern. Hierzu gehören bspw. die Erstellung eines Handbuchs für Katastrophenschutz und Selbstschutzmaßnahmen, die Aktivierung bürgerschaftlicher Strukturen für den Katastrophenschutz sowie die Einrichtung eines Runden Tisch “Blaulicht” zur verbesserten Koordination.
Für die SPD-Fraktion steht fest: Effektiver Katastrophenschutz beginnt nicht erst im Ernstfall, sondern in der strukturierten Vorbereitung.
Für Rückfragen melden Sie sich bitte unter: manuel.tyx@spd-fraktion-tk.de
