Teilnahme am Bundeswettbewerb im Rudern für alle qualifizierten Kinder ermöglichen SchA IX/0704

Vom 27. bis 30.06.24 soll in Grünau der Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen stattfinden. Die Sportler übernachten in der Regel in Turnhallen und Schulen. Das Sportamt hat eine Nutzung zur Übernachtung dieses Jahr abgelehnt. Bei Übernachtungen in Hotels wird aus Kostengründen nur ein Teil der Kinder an dem Wettkampf teilnehmen können.

1. Was ist der Grund für die diesjährige Ablehnung?

2. Was hat das Bezirksamt unternommen, um die Übernachtung in den Sporthallen zu ermöglichen?

3. Gab es Unterstützung des Amtes bei der Suche nach kostengünstigen Alternativen?

4. Was wird das Amt unternehmen, damit alle qualifizierten Kinder an dem Wettkampf (ihrem Saisonhöhepunkt) teilnehmen können?

5. Welche Bedeutung sieht das Sportamt im Rudersport in Grünau?

6. Wie sieht das Sportamt die Zukunft für solche Veranstaltungen in Grünau, wenn die Durchführung so erschwert wird?

Hierzu antwortet das Bezirksamt Treptow-Köpenick:

Zu 1. und 2.
Das Bezirksamt prüft seit geraumer Zeit gemeinsam mit dem Veranstalter alternative Optionen, um eine Übernachtung in Treptow-Köpenick zu ermöglichen (s. Antwort zu 3.). Schulen und Sporthallen sind jedoch grundsätzlich entsprechend ihrer vorgesehenen Funktion und im Rahmen ihres bauaufsichtlich genehmigten Zustandes zu nutzen. Bei den durch den Veranstalter angefragten Übernachtungsmöglichkeiten handelt es sich in diesem Sinne um abweichende und genehmigungs-bedürftige Nutzungen, die einer Prüfung und Genehmigung im Einzelfall bedürfen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine zeitlich begrenzte oder dauerhafte Umnutzung handelt. Entsprechende Baugenehmigungen unter Beachtung der Bauverfahrensverordnung einschließlich der brandschutzrechtlichen Konzepte liegen für keine der Sporthallen im Bezirk vor. Problematisch ist darüber hinaus der vom Veranstalter geltend gemachte Nutzungswunsch während des Schulunterrichts.

Zu 3.
Ja. Zwar obliegt die Organisation des 55. Bundeswettbewerbes dem Veranstalter. Das Schul- und Sportamt hat diesem aber bereits im November 2023 angeboten, Flächen für Zelte in unmittelbarer Nähe der Regattastrecke zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus hat das Bezirksamt die Bundeswehr, die Flatow-Eliteschule des Sports und die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (Nutzung des ehemaligen Terminal 5) mit Bitten um Unterstützung des Veranstalters kontaktiert und wartet auf Rückmeldungen.

Zu 4.
Das Schul- und Sportamt stellt im Wettkampfzeitraum 27.-30.06.2024 sowie für die Vor- und Nachbereitung die Sportanlage Regattastrecke – einschließlich Gemeinschaftsflächen, Bootslager, Sportlerunterkünften, Sattelplatz, technischer Anlagen sowie Personal und organisatorischer Unterstützung – sowie nach Absprache weitere Nebenflächen zur Verfügung. Zudem wurden die Sportlerunterkünfte an der Regattastrecke für den Veranstaltungszeitraum geblockt.

Zu 5.
Ausweislich der Integrierten Sportentwicklungsplanung (ISpEP) Treptow-Köpenick genießt der muskelbetriebene Wasserfahrsport hohe sportfachliche Priorität.

Zu 6.
Die Durchführung der Veranstaltung wird durch das Bezirksamt nicht erschwert, sondern ermöglicht. Es ist weiterhin bestrebt, auch zukünftig qualitativ angemessene Sportanlagen für Wettkämpfe und Regatten sowie Lehrgänge kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Für die Unterbringung werden dabei auch begrenzt Bettenkapazitäten in den Funktionsgebäuden an der Regattastrecke vorgehalten. Das Schul- und Sportamt begrüßt ausdrücklich auch Großveranstaltungen von nationalem oder internationalem Interesse wie zuletzt bei den Special Olympics World Games 2023. Es wird alle verfügbaren sächlichen und personellen Ressourcen einbringen, um die Veranstalter bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung zu unterstützen.