Treptower Park besser schützen: SPD-Fraktion fordert gemeinsam mit CDU-Fraktion und der Fraktion der Grünen verstärkte Maßnahmen zum 1. Mai

Zur kommenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Treptow-Köpenick am 19. März bringt die SPD-Fraktion gemeinsam mit den Fraktionen von der CDU und Bündnis90/ Die Grünen einen Antrag zum Schutz der Grünanlagen und Wälder am 1. Mai ein. Ziel ist es, sensible Naturflächen wie den Treptower Park und den Plänterwald besser vor Schäden, Vermüllung und Übernutzung zu bewahren.

Der Sprecher für Stadtentwicklung, Bauen & Unwelt- und Naturschutz der SPD-Fraktion, Manuel Tyx, betont die Bedeutung der Maßnahmen: „Der 1. Mai gehört zu Berlin – aber unsere Parks und Wälder müssen geschützt werden. Der Treptower Park gehört zu den wichtigsten Erholungsräumen und ist zugleich eine ökologisch sensible Naturfläche. Deshalb brauchen wir ein klare Maßnahmen, die Versammlungsfreiheit ermöglicht und gleichzeitig Schäden an Natur und Infrastruktur verhindert.“

Der Antrag fordert das Bezirksamt auf, gemeinsam mit Polizei, Ordnungsamt und Berliner Stadtreinigung ein abgestimmtes Schutzkonzept umzusetzen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt, eine schnelle Müllbeseitigung sowie eine engere Koordination der beteiligten Behörden. Gleichzeitig sollen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren systematisch ausgewertet werden, um Schäden an Grünflächen künftig zu minimieren.

Hintergrund

Nach den Feierlichkeiten rund um den 1. Mai 2025 waren Teile des Treptower Parks deutliches Bild verschmutzt. In den Tagen nach den Versammlungen und spontanen Partys mussten Mitarbeitende des Straßen- und Grünflächenamts sowie der Berliner Stadtreinigung umfangreiche Aufräumarbeiten durchführen. Nach einer Anfrage des Bezirksverordneten Manuel Tyx teilte das Bezirksamt mit, dass insbesondere das Grünflächenamt sich im Moment in Vorbereitung befindet. Gleichzeitig wurde Schwierigkeiten aufgezeigt.

Der Antrag setzt hier an und fordert die engere Zusammenarbeit mit BSR, Polizei und weiteren Fachämtern.

Nach Angaben des Bezirksamtes wurden allein durch das Grünflächenamt mehr als 15 Kubikmeter Müll aus den Grünflächen eingesammelt. Neben der erheblichen Müllbelastung kam es auch zu Schäden an Rasen- und Staudenflächen, die durch große Menschenmengen stark beansprucht wurden. Teilweise wurden bepflanzte Flächen beschädigt oder zerstört, wodurch zusätzlicher Pflege- und Sanierungsaufwand entstand, welcher allein vom Bezirk getragen werden muss.

Die Ereignisse des Jahres 2025 haben daher auch eine politische Diskussion über den Umgang mit stark frequentierten Grünflächen ausgelöst. Im Zentrum steht die Frage, wie Versammlungsfreiheit, Freizeitnutzung und der Schutz ökologisch sensibler Flächen besser miteinander vereinbart werden können. Gleichzeitig steht der Bezirk vor der Herausforderung, jährlich mehrere hundert Tonnen Müll aus seinen Parkanlagen zu beseitigen und gleichzeitig die Pflege der Grünflächen sicherzustellen.

Die Fraktionen in der BVV Treptow-Köpenick fordern daher eine verstärkte und besseren Schutz, zusätzliche Kontrollen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt, Polizei und Berliner Stadtreinigung. Ziel ist es, Nutzungskonflikte zu reduzieren und Schäden an Natur und Infrastruktur künftig zu vermeiden. Der Treptower Park steht dabei beispielhaft für eine größere stadtpolitische Frage: Wie können stark genutzte urbane Grünräume geschützt werden, ohne ihre offene Nutzung für die Öffentlichkeit einzuschränken?

Für Rückfragen melden Sie sich bitte bei manuel.tyx@spd-fraktion-tk.de