Gesundheitsstadtrat drückt sich vor Antworten

Paul Bahlmann, gesundheitspolitischer Sprecher: “Es ist frech, wie sich der zuständige AfD-Gesundheitsstadtrat, Herr Geschanowski aus der Affaire zu ziehen versucht.”

Auf der gestrigen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) stand der AfD-Bezirksstadtrat Bernd Geschanowski im Fokus der Aufmerksamkeit. Zuständig für die Pandemiebekämpfung im Bezirk, musste er sich der Kontrollfunktion der BVV stellen.

Quasi im Nebensatz wurde deutlich, dass inmitten der größten Gesundheitskrise der Nachkriegszeit Herr Geschanowski keinen Plan hat, wie er die seit Monaten vakante Stelle des Amtsarztes / der Amtsärztin besetzen soll. Zur Erinnerung: der letzte Amtsarzt ging im Oktober 2020 in den regulären Ruhestand. Im Gegenteil: In seinen Ausführungen vermittelt er sogar den Eindruck, eine:n Amtsärzt:in brauche Treptow-Köpenick nicht, über Vertretungsregelungen sei der Bedarf an Aufgaben gedeckt.

Dazu Bahlmann, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick: “Das geht vollständig an der Realität vorbei: Natürlich brauchen wir dringend eine Person, die diese Aufgabe übernimmt.”

In der gleichen Fragestunde musste sich Herr Geschanowski auch den öffentlich gewordenen Rassismus- und Mobbingvorwürfen stellen. Herr Geschanowski schob Datenschutzgründe vor und behinderte so die Kontrollfunktion der Bezirksverordnetenversammlung. “Dass AfD-Mitglieder rassistisch sein können, verwundert ja niemanden. Dass er damit inmitten der Covid19-Pandemie möglicherweise den wichtigsten und fachkundigsten Mitarbeiter in seinem Haus vergrault, ist potenziell lebensgefährlich für alle im Bezirk.”

Bahlmann weiter “Besonders frech fand ich übrigens, dass er noch nicht einmal die Arbeit Hedelers mitten in der Pandemie würdigen wollte – egal welche Spannungen es gibt. Von einem Dienstherr einer Verwaltung muss man so etwas erwarten können.”

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